Buchhaltungsbüro* Einhausen
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Ansprüche aus dem Minijob-Arbeitsverhältnis

 

Alle Minijobber haben im Krankheitsfall bis zu sechs Wochen Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Dieser Anspruch besteht in der Regel auch während einer medizinischen Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme, die von einem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung durchgeführt wird. Der sechswöchige Anspruch auf Entgeltfortzahlung vermindert sich, wenn anrechenbare Vorerkrankungszeiten vorliegen. Das Übergangsgeld überbrückt eventuell einkommenslose Zeiten während der Teilnahme an derartigen Maßnahmen, wenn die Maßnahme erst nach Ablauf der sechsten Woche einer Arbeitsunfähigkeit angetreten wird. Voraussetzung für den Anspruch auf Übergangsgeld ist aber bei einem Minijobber u. a., dass Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichtet wurden (Beitragsaufstockung).
HINWEIS:
Die Höhe des Übergangsgeldes bestimmt sich nach dem Verdienst im Minijob. Bei einem monatlichen Arbeitsentgelt von 400,00 EUR erhält z. B. ein kinderloser Minijobber ein kalendertägliches Übergangsgeld von ca. 7,25 EUR.



Quelle: b.b.h

Private Mitverwendung eines betrieblichen PKW bei Kleinunternehmern nicht steuerbar

 

Der Bundesfinanzhof hat ein für Kleinunternehmer positives Urteil gefällt. Demnach ist die private Nutzung eines betrieblichen PKW kein Umsatz und deshalb bei der Berechnung der Kleinunternehmergrenze (Umsatz kleiner als 17.500 EUR) nicht zu berücksichtigen.

 

Das Gericht stellte klar, das die Verwendung eines dem Unternehmen zugeordneten Gegenstandes für private Zwecke bzw. für Zwecke außerhalb des Unternehmens nur dann Umsatz ist, wenn gleichzeitig Vorsteuer geltend gemacht werden kann.

Betriebsprüfung – neues Urteil


Eine Betriebsprüfung durch das Finanzamt läuft heutzutage in der Regel in digitaler Form ab. Dabei wird auch der sog. „Chi-Quadrat-Test“ gerne herangezogen, vor allem wenn Betriebe überwiegend Bareinnahmen haben.

 

Mittels des Tests kann der Betriebsprüfer ggf. Hinzuschätzungen durchführen. Der Test geht davon aus, dass jeder Mensch – bewusst oder unbewusst – eine oder mehrere Lieblingsziffern hat, die er in Zusammenhang mit frei erfundenen Zahlen (z. B.Tageseinnahmen) entsprechend häufiger verwendet. Gleichzeitig ergibt sich nach denselben Grundsätzen eine gewisse Abneigung gegen eine oder mehrere Ziffern. Eine starke Abweichung gilt zwar als starkes Indiz für eine Manipulation der Kassenaufzeichnung, reicht aber alleine nicht aus um eine formell ordnungsgemäße Buchführung zu

verwerfen.

 

Allerdings entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz, dass eine Zuschätzung unzulässig ist und nicht vorgenommen werden darf, wenn das häufige Auftreten bestimmter Zahlen sich zwangsläufig aus der Preisgestaltung des Unternehmens ergibt. Außerdem muss das Finanzamt den Nachweis erbringen, dass das Kassenprogramm überhaupt eine Manipulation ermögliche. Es sei nicht Aufgabe

des Unternehmers, darzulegen und zu dokumentieren, dass das eingesetzte Kassenprogramm Änderungen nicht zulasse.

Bilanzen für Kleinstunternehmen werden abgespeckt 

Erleichterungen für kleine Unternehmen geplant

 

Die Bundesregierung hat in der Europäischen Union Erleichterungen bei Bilanzregelungen und Offenlegungspflichten für Kleinstunternehmen auf den Weg gebracht. Der Rat der Wirtschafts- und Finanzminister in Brüssel verabschiedete am 21. Februar die sogenannte Micro-Richtlinie mit den Stimmen Deutschlands. Ziel der Regelung ist es, besonders den kleinsten Unternehmen bürokratische Lasten bei der Erstellung von Bilanzen abzunehmen. Gerade für als GmbH oder GmbH & Co. KG geführte Unternehmen mit geringem Umsatz und nur wenigen Mitarbeitern stellen die Bilanzregelungen eine große Belastung dar.

Die jetzt von Deutschland noch umzusetzende Richtlinie enthält u.a. folgende Erleichterungen:

- Befreiung von bestimmten Bilanzierungspflichten. Kleinstunternehmen dürfen beispielsweise auf den umfangreichen Anhang zur Bilanz verzichten.

- Einschränkung der Veröffentlichungspflicht. Die Offenlegung der Rechnungslegungsunterlagen von Kleinstunternehmen gegenüber der breiten Öffentlichkeit ist nicht mehr zwingend erforderlich. Vielmehr können die Mitgliedstaaten vorsehen, dass es ausreicht, wenn Kleinstunternehmen ihre Jahresabschlüsse nur noch an ein Register übersenden, wo sie nur bei Nachfrage an Dritte zur Information herausgegeben werden.
Von den Befreiungen profitieren Unternehmen, die mindestens zwei der folgenden drei Schwellenwerte unterschreiten: 350.000 Euro Bilanzsumme, 700.000 Euro Jahresumsatz und zehn Mitarbeiter.

  

Quelle: Bundesministerium der Justiz BMJ, 22.02.2012

 

Steueranmeldungen rechtzeitig abgeben


Nach einer neuen Verwaltungsrichtlinie für die Finanzämter sollen künftig verspätet eingereichte Umsatzsteuervoranmeldungen oder Lohnsteueranmeldungen umgehend an die Strafsachenstelle zugeleitet werden. Eine verzögerte Abgabe einer Steuererklärung stellt nach allgemeiner Meinung eine Steuerhinterziehung auf Zeit dar. Dies gilt unverändert aber nur, wenn der Betreffende vorsätzlich die Zahlung durch Abgabe der Steuererklärung nach Ablauf der Frist verzögert. Nach einer früheren Version einer Anweisung diesbezüglich wurde auf die Weiterleitung zur Strafsachenstelle verzichtet, wenn die Verspätung auf entschuldbaren Gründen beruhte (wie z. B. Krankheit). Diese Ausnahme will die Finanzverwaltung nun ab 2012 nicht mehr zur Anwendung bringen.

 

Quelle bbh

Umsatzsteuerschuld bei Rechnungen


Nach dem Urteil des BFH vom 17.02.2011 haftet der leistende Unternehmer auch dann für unberechtigt ausgewiesene Umsatzsteuer, wenn die von ihm ausgestellte Rechnung nicht alle gesetzlich vorgegebenen Rechnungsmerkmale enthält. Der BFH gibt damit seine bisherige Rechtsprechung auf, wonach ein Schulden von Umsatzsteuern nur dann gegeben war, wenn der Inhalt der Rechnung zum Vorsteuerabzug geeignet war. Im Urteilsfall wurde Umsatzsteuer in Rechnungen gesondert ausgewiesen, obwohl die Lieferungen nicht ausgeführt wurden. Die Rechnungen enthielten alle Rechnungsmerkmale bis auf einen Lieferzeitpunkt und die fortlaufende Rechnungsnummer. Der Rechnungsempfänger verwendete diese Rechnungen zum Vorsteuerabzug. Zukünftig kann sich der leistende Unternehmer gegen eine Haftung aus falsch ausgewiesener Umsatzsteuer nicht mehr mit dem Argument wehren, dass die Rechnung nicht den Anforderungen für den Vorsteuerabzug entspricht.

 

Quelle bbh

Anforderungen an eine ordentliche Rechnung § 14 UStG

 

Vermeiden Sie Reklamationen und Verzögerungen bei der Zahlung - welche Angaben eine Rechnung enthalten muss:

 

Vollständige Absenderangaben

In eine korrekte Rechnung gehören immer der vollständige Name und die Anschrift des Unternehmens, das die Rechnung ausstellt (leistender Unternehmer).

 

Vollständige Empfängerangaben

Vollständiger Name und Adresse des Rechnungs-Empfängers müssen vorhanden sein (Leistungsempfänger).

 

Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Die dem Absender (leistender Unternehmer) vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist anzugeben.

 

Ausstellungsdatum

Datum der Rechnungsausstellung.

 

Rechnungsnummer

Eine fortlaufende Nummer zur Identifizierung der Rechnung die vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird.

 

Erbrachte Leistung oder gelieferte Gegenstände

Menge und Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände bzw. Umfang und Art der sonstigen Leistung.

 

Zeitpunkt

Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung.

 

Steuersätze

Das Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung ist nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufzuschlüsseln.

Der anzuwendende Steuersatz und den auf das Entgelt entfallende Steuerbetrag ist anzugeben. Im Fall einer Steuerbefreiung ist darauf hinzuweisen, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt.

 

Aufbewahrungspflicht

Bei Werkslieferungen oder Leistungen im Bau oder Ausbau an Privatkunden muss in der Rechnung auf die zweijährige Aufbewahrungspflicht für die Rechnung hingewiesen werden.

Für den Unternehmer gilt eine Aufbewahrungspflicht von zehn Jahren für ausgestellte und empfangene Rechnungen.

Beim Fahrtenbuch kennt der BFH kein Pardon

 

Ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch muss insbesondere Datum und Ziel der jeweiligen Fahrten ausweisen. Diesen Anforderungen entspricht das Fahrtenbuch nicht, wenn als Fahrtziele jeweils nur Straßennamen angegeben sind. Das gilt nach Ansicht des BFH auch dann, wenn diese Angaben anhand nachträglich erstellter Auflistungen präzisiert werden. 

 

Im BFH-Fall hatte eine GmbH ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer (GGf) einen Dienstwagen überlassen. In der Lohnsteueranmeldung wollte die GmbH den geldwerten Vorteil für die Privatfahrten auf Grundlage der vom GGf geführten Fahrtenbücher versteuern, und nicht nach der „Ein-Prozent-Regelung“.

 

Die Fahrtenbücher wiesen allerdings neben dem jeweiligen Datum zumeist nur Ortsangaben auf (zum Beispiel „F – A-Straße – F“, „F – B-Straße – F“), gelegentlich auch die Namen von Kunden (zum Beispiel „F – XY – F“, „Firma – Z – F“) oder Angaben zum Zweck der Fahrt (zum Beispiel „F – Tanken – F“), außerdem den Kilometerstand nach Beendigung der Fahrt und die jeweils gefahrenen Tageskilometer. Diese Angaben ergänzte die GmbH nachträglich durch eine Auflistung, die sie auf Grundlage eines vom GGf handschriftlich geführten Tageskalenders erstellt hatte. Diese Auflistung enthielt Datum, Standort und Kilometerstand des Fahrzeugs zu Beginn der Fahrt, sowie den Grund und das Ziel der Fahrt.

 

Während das Finanzamt das Fahrtenbuch als nicht ordnungsgemäß im Sinne von § 8 Abs. 2 Satz 4 EStG beurteilte, war die vor dem FG erhobene Klage erfolgreich: Die Kombination aus handschriftlich in einem geschlossenen Buch eingetragenen Daten und der zusätzlichen, per Computerdatei erstellten erläuternden Auflistung reiche noch aus, um den durch die Nutzung des betrieblichen Fahrzeugs anzusetzenden geldwerten Vorteil individuell zu berechnen.

 

Die dagegen gerichtete Revision des Finanzamts war erfolgreich. Der BFH verwarf das Fahrtenbuch als nicht ordnungsgemäß, weil die Fahrten darin nicht vollständig aufgezeichnet sind. Eine solche vollständige Aufzeichnung verlangt grundsätzlich Angaben zu Ausgangs- und Endpunkt jeder einzelnen Fahrt im Fahrtenbuch selbst. Dem genügten die Angaben im Streitfall nicht, da sich aus ihnen weder die Zieladresse noch der konkret besuchte Kunde ergaben. Bei dieser Art der Aufzeichnung waren weder Vollständigkeit noch Richtigkeit der Eintragungen gewährleistet. Angesichts dessen konnte es auch nicht ausreichen, die fehlenden Angaben durch eine erst nachträglich erstellte Auflistung nachzuholen (BFH, Urteil vom 1.3.2012, Az. VI R 33/10).

 

Quelle: www.iww.de

Mitarbeiterbindung - ganz oder teilweise steuer- und abgabenfrei

 

Kindergartenzuschüsse

 

Voraussetzung - Kinder noch nicht schulpflichtig, Zahlung zusätzlich zum Arbeitslohn

 

Überlassung von PC, Laptop oder Handy

 

Voraussetzung - Anschaffung vom Arbeitgeber, schriftliche Vereinbarung über deren leihweise Überlassung sowie über deren Rückgabe

 

Kostenlose Parkplätze

Voraussetzung - Anmietung der Parkplätze durch Arbeitgeber

 

Erstattung privater Telefon- und Internetkosten

 

Voraussetzung - Übernahme der beruflich bedingten Kosten, max. 20% des Rechnungsbetrages, max. 20 €, bzw. nach Einzelnachweis

 

Benzingutscheine

 

Voraussetzung - arbeitsvertragliche Regelung (Anspruch ausschließlich auf Sachzuwendung, nicht aber auf Barlohn), max. 44 € pro Monat

 

Belegschaftsrabatte

 

Voraussetzung - Waren oder Dienstleistungen des Arbeitgebers, bis 1.080 €/Jahr lohnsteuer und abgabenfrei 

 

Zuschüsse bei doppelter Haushaltsführung

 

z. B. Übernahme der Verpflegungsmehraufwendungen für die ersten 3 Monate, Aufwendungen für die Zweitwohnung, oder Fahrtkosten für Familienheimfahrten



Einkommensteuerveranlagung 2011


Nach einer Pressemitteilung der OFD Koblenz können Steuerzahler in diesem Jahr frühestens ab Mitte März mit ihrem Steuerbescheid rechnen. Grund dafür sind gesetzliche Änderungen, die Arbeitgebern, Versicherungen und anderen Institutionen eine Frist bis zum 28. Februar eines Jahres einräumen. Die für die Steuerberechnung benötigten Daten, wie Lohnsteuerbescheinigungen, Beitragsdaten zu Kranken- und Pflegeversicherung, Altersvorsorge sowie Rentenbezugsmitteilungen sind bis zu diesem Termin an die Finanzverwaltung zu liefern. Die Finanzämter können daher erst ab März die Bearbeitung der Einkommensteuererklärungen vornehmen. Der fertige Steuerbescheid wird nach Aussage der Finanzverwaltung nicht vor Mitte März im heimischen Briefkasten landen.



*Die Hilfeleistung in Steuersachen umfasst im Rahmen des § 6 Nr. 3 u. 4 StBerG das Kontieren und Buchen der lfd. Geschäftsvorfälle, die laufende Lohnabrechnung und die Lohnsteuer-Anmeldung.

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